Filmreview: Greenfingers
Geschrieben am: 29. Januar 2009 von ErikNachdem ich nun schon eine ganze Reihe Filme mit Clive Owen gesehen und für gut befunden habe, muß ich mich langsam als Fan outen. Seine Auftritte in Sin City und meinem Action-Favoriten aus dem letzten Jahr, Shoot ‘em Up, haben gezeigt dass harte Kerle nicht nur in der Lage sein sollen ihre Widersacher auf stilvolle Art aus dem Leben zubefördern, sondern auch Profil haben können.
Bevor sich Clive Owen einen Namen als mürrische Killerkoryphäe gemacht hat, ist im Jahr 2000 mit ihm in der Hauptrolle eine kleine Perle im, ich nenne es mal “feel-good-movie” Genre, entstanden.
(Für jene die meinen primären Filmgeschmack nicht kennen, sei an dieser Stelle erwähnt, dass ich eigentlich eher auf bittere Filme stehe, deren Enden so apokalyptisch wie möglich sein können.)
Der schweigsame Colin Briggs (Clive Owen) hat eigentlich keine Erwartungen an das Leben, vor allem aber nicht an eine mögliche Zeit nach dem Gefängnis. Und so kommt es dass ihm der alte Zellengenosse, Fergus Wilks (David Kelly), zu dem er einquartiert wurde, dazu bringt statt Knasttoiletten zu schrubben, lieber gärtnern soll. Was sich vor allem unter den Augen des botanophilen Gefängnisdirektors als überaus gute Idee herausstellt. Zusammen mit dem alten Fergus Wilks, dem Klischeeknacki Raw (Adam Fogerty) und ein paar weiteren Insassen, legt Briggs einen Garten im Gefängnis an, der schnell, nicht nur bei der Gartenbau-Göttin Georgina Woodhouse (große Klasse: Helen Mirren), großes Interesse erweckt. Schlußendlich werden sie sogar zur renomierten britishen Hampton Court Show eingeladen…
Fazit: Neben der, nicht wirklich neuen, Geschichte um eine von der Gesellschaft ausgegrenzten Truppe die mit grünem Daumen die Herzen der Menschen gewinnen, gibt es natürlich auch eine kleine, dezente Lovestory. Klingt nach seichter Kost für den Fernsehabend mit der Familie. Und das ist es auch. Aber sie ist gut. So gut, dass sie mich dazu bewogen hat eine Empfehlung auszusprechen. Von der allgemeinen Kritik eher als “mittelmäßig” abgetan, ist Greenfingers einer der Filme für mich, die trotz ihres geringen Anspruches mein Interesse und deren Charaktere meine Sympathie gewonnen haben. Abgesehen davon, freue ich mich jetzt auch wieder auf den Frühling und seine Blumenpracht.
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