Eine kleine Geschichte der Unlust
Geschrieben am: 24. Mai 2009 von ErikEs ist furchtbar. Man geht Tag ein Tag aus arbeiten und wartet auf das Wochenende um endlich die Dinge zu tun die man eigentlich lieber macht als arbeiten. Dann hat man Zeit, aber die Unlust siegt. Ich bin irgendwie frustriert. Und je höher der Grad an Frustration ist, desto weniger kann ich mich dazu durchringen diesen Kreis zu durchbrechen. Selbst wenn es mir gelingt, die Freude daran bleibt irgendwie aus. Jammern auf hohem Niveau nennt man das. Aber mein ganze Energie und mein Herzblut geht für die Pflichten drauf. Dabei bin ich doch nur popeliger Praktikant und werde sogar ganz gut behandelt. Wie soll das später mal werden? Ich sorge mich darum dass ich eines Tages zu einem Zombie werde. Man sieht sie jeden Tag. Menschliche Roboter die jeden Tag Arbeiten verrichten die sie nicht mögen, im Bewußtsein froh sein zu müssen dass sie eigentlich Glück haben überhaupt einer bezahlten Tätigkeit nachgehen zu können. Und wofür? Um einen permanent bedrohten Lebensstandard zu erhalten. Gefüttert vom Konsumzwang und dem Argwohn und des vermeintlichen Neides der Mitmenschen. Hrmpf.
Schon irgendwie doof. Da blogge ich nach so langer Zeit mal wieder und dann gibts nur zu meckern. Typisch Deutsch halt. Sich darüber aufregen dass nix passiert aber selbst der totalen Passivität verfallen. Konkret betrifft das gerade meine liebsten Hobbies. Photographieren und Schreiben. Voller Tatendrang kurven wir am Wochenende durch die Gegend, das Photoequipment am Mann, bzw. der Frau auf der Jagd nach den schönen Motiven. Zuhause lade ich die Bilder auf den Rechner und das wars dann. Da endet es dann. So viele nur leidlich gesichtete Bilder.
Oder eben das Schreiben. Wenn ich tatsächlich mal Leerlauf habe, dann sprudelt mein Gehirn über vor Ideen. “Schreibs auf!” denke ich mir dann und verfalle wieder in Lethargie. Schade eigentlich. Aus mir könnte bestimmt was werden. Wäre ich nicht so ein Faultier.
Nachtrag: Um der Sache ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen: Heute Nachmittag waren wir ein wenig spazieren. Das Ziel war ursprünglich ein See in der Nähe von Weinheim. Der war allerdings ein kostenpflichtiger Badesee und wir wollten eigentlich dorthin wo nicht so viele Menschen rumlungern. Kurzerhand gings dann nach Weinheim rein und dort zu Fuß auf die Ruine der Burg Windeck. Ein netter kleiner Spaziergang mit einer Erdbeeren-mit-Vanilleeis-Pause. Mal sehen wann mein nächster “ach-alles-Mist” Anfall kommt.
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Tags: Jammern










Mai 24th, 2009 at 20:27
In einer Welt, in der man nur noch lebt,
damit man täglich roboten geht,
ist die größte Aufregung, die es noch gibt,
das allabendliche Fernsehbild.
Mir geht es ähnlich. Freue mich aber das nach langer Abstinenz überhaupt wieder ein Eintrag in deinem Blog ist.
Wir werden am kommenden Wochenende entfliehen, mit ner Flasche Wein, Weib und Gesang, versprochen.