Photographieren mit dem Palm Pre

Donnerstag, November 19th, 2009

Wie einige vielleicht wissen bin ich seit kurzem im Smartphonezeitalter mit dem Palm Pre angekommen. Ich muß gestehen, davor habe ich Handykameras gescheut wie der Teufel das Weihwasser. Das hat sich inzwischen geändert. Auch wenn sich die 3MP des Pre gegen die Nikon wie eine Krücke anfühlen, so ist das Ding aber immer zur Hand. Und mit ein bißchen Lightroom & Photoshop läßt sich da auch ein bißchen was rausquetschen. Hier ein paar erste Resultate

Horizonte

Horizonte

Günder und Pi

Günder & Pi

Stahlwerk

Stahlwerk

Bilderserie: Mercedes-Benz Museum

Sonntag, Juli 19th, 2009

Ihr erinnert euch sicherlich dunkel daran dass das hier eigentlich eine Photoseite ist. Deshalb solls jetzt mal wieder was zu gucken geben. Die folgenden Bilder habe ich beim gestrigen Besuch des Mercedes-Benz Museum in Stuttgart/Untertürkheim gemacht:

Der Stern I
The Spirit of Racing II
Architektur des MB Museums
The Spirit of Racing I
Der Stern II
Der Stern III
Rohre

Ich gehöre ja nicht zur zentralen Käuferschicht von Mercedes Benz. Auch mein (wirklich gutes) Praktikum im Werk Rastatt hat daran nicht viel geändert. Allerdings muß ich gestehen, subtrahiert man das “Reiche-Rentner-” und “schnöselige-Yuppi-” Klischee, haftet der Marke mit dem Stern schon ein gewisser Esprit an. Das Mercedes-Benz Museum hat das noch einmal unterstrichen. Man mag denken was man will, Gottlieb Daimler und Karl Benz haben das Automobil erfunden. Und das hat die Zivilisationsgeschichte maßgeblich geprägt. Nicht immer positiv, aber das liegt ja nicht an der Erfindung selbst.
Jedenfalls ist es schon eindrucksvoll und hat einen eher wohlwollenden Blick auf den Stern hinterlassen. Zumindest aber einen sehr ästhetischen.

 

Neues Gadget: Asus EEE 1000H Netbook

Samstag, Dezember 13th, 2008

Der Weihnachtsmann bzw. in diesem Fall er eine Weihnachtsfrau hat mich aus meiner Notebookdiaspora befreit und mir ein Netbook finanziert. Primär natürlich damit ich auch unterwegs meinen Unikram machen kann. Aber er ist wirklich schön. Just in diesem Moment tippe ich diesen Artikel auf dem kleinen 10″ Laptop. Das schwarze Design gefällt mir, auch wenn man wohl nicht drumherum kommt den Klavierlack ständig von Fingerabdrücken zu reinigen. Egal, die Funktion ist entscheidend und die 1,6Ghz des Intel Atom Prozessors überzeugen mich. Auch der vergleichsweise magere RAM von “nur” einem GB fällt tatsächlich kaum ins Gewicht. Der einzige Knackpunkt ist aber eine Konsequenz der kleinen Bauform: es gibt kein DVD Laufwerk. Gut. Damit kann ich durchaus leben. Nur beim installieren eines anderen Betriebssystems (mit dem vorinstallierten XP Home konnte ich mich nicht anfreunden) ist das ein wenig hinderlich. Nachdem erfolglosen Versuch es über einen bootfähigen USB Stick zu machen, habe ich einfach eines meiner zahlreichen ausgemusterten CD Laufwerke an den Controller eines externen Festplattengehäuses gefriemelt und voila, es ging prima. XP Pro drauf und alles was nötig ist zum arbeiten. Und natürlich auch was zum photographieren. Der Hintergrund der Anschaffung eines kleinen portablen PCs war auch die Möglichkeit ihn zur Steuerung der Kamera und/oder als Direktspeicher bei Photoshootings zu nutzen und natürlich auch gleich zur Bildkontrolle. Mag das Display von Susis D300 auch noch so bombig sein, 10″ sind größer als 3″. Eigentlich wollte ich in diesem Beitrag auch nur meine Freude über das neue Stück kundtun dass mir schon etwas Vorfristig auf dem Gabentisch gelegt wurde. Das Einzige woran ich mich gewöhnen muß ist die rechte Shift Taste die in ihrer Winzigkeit auch noch direkt neben die Pfeiltasten geklatscht wurde. Aber daran werde ich mich wohl gewöhnen. Zum Tippen allgemein eignet sich der EEE 1000H auf jeden Fall ganz gut. Ich freue mich!

Zuwachs im Photoschrank

Freitag, April 11th, 2008

Jeder kennt es. Man sieht ein Angebot, kann nicht widerstehen und man muß zuschlagen. Ich hab zwar auch mein Gewissen und meine Vernunft konsultiert aber im Endeffekt war es wohl ein sehr emotionaler Impuls. Wie dem auch sei, nun bin ich im Besitz einer Mamiya 645J Mittelformatkamera, Baujahr 1989 mit Sekor-C 80/2.8 Normalobjektiv, Handgriff und Prismensucher. Funktioniert nach erstem Check alles einwandfrei, kaum Lackabrieb am Gehäuse und die Mechanik funktioniert wie ein Schweizer Uhrwerk. Aber genug gelabert, so sieht das gute Stück aus:

LaTex

Donnerstag, Oktober 18th, 2007

Wer hat jetzt an dieser Stelle einen Beitrag über Fetishmode erwartet? Hand aufs Herz, wohl sicher die meisten :D – Aber nein, es geht in diesem Fall um eine persönliche Revolution in der Textverarbeitung. Hab ich mich doch bisher immer mit Winzigweich Word rumgequält, hat mich nun das Openscource Textverarbeitungsprogramm LaTex erreicht. Es ist völlig anders als die bekannten Schreibmaschinenprogramme und wirkt auf den ersten Blick sehr umständlich. LaTex ansich ist nämlich kein WYSIWYG Editor sondern ein Interpreter. Ähnlich wie in HTML Werden Textformatierungen mit Hilfe von Tags gemacht. Was zunächst ziemlich umständlich aussieht, ist in Wirklichkeit viel einfacher als Word. Denn Wenn man einmal ein Grundgerüst für bsp. eine Facharbeit konstruiert hat, dann generiert LaTex z.B. eine PDF Datei in der alles nach bestimmten Standards formatiert ist. Das alleine ist noch nicht so sonderlich spektakulär aber die Möglichkeit Formeln mit allen nur denkbaren kryptischen Zeichen zu erzeugen, eine intelligente automatische Gliederung und das verhasste Literaturverzeichnis zu bauen ohne in der laufenden Arbeit ständig über das “Wo?” und das “Wie solls aussehen?” nachzudenken. Ich bin auf jeden Fall sehr begeistert davon.

Bishher habe ich folgende Software dafür eingesetzt:

MikTex – ein kostenloses, sehr umfangreiches Compilerpacket
TeXnicCenter – Praktischer Editor für Tex Dateien – auch mit deutscher Oberfläche!
JabRef Programm zur Erstellung und Verwaltung von Literaturreferenzen in die LaTex Umgebung

Leider ist der Einstieg nicht sonderlich intuitiv und bedarft einer gewissen Einarbeitungszeit die umso kürzer wird je besser Referenzen und/oder Tutorials man nutzt. Es gibt sehr viele, deshalb möchte ich an dieser Stelle auf Google verweisen.

Betrachtung zur aktuellen Phototechnik

Samstag, August 25th, 2007

Ich bin seit etwa einem halben Jahr Mitglied im DSLR-Forum und bin mehr oder weniger entsetzt worum es in den meistfrequentierten Threads geht: “Wer hat den größeren?”. Mit ziemlicher Regelmäßigkeit treten ellenlange Threads auf in denen darum diskutiert wird, welcher Kamerahersteller in naher Zukunft die Weltherrschaft an sich reißt (respektiv die großen Häuser Canon und Nikon). Dabei werden Vergleiche von technischen Feinheiten heranzitiert, Verkaufszahlen und natürlich das Image. Fanatische Anhänger einer Fraktion “trollen” gegen Fans der Konkurrenz schlimmer als beim Fußball. Dabei vergessen viele dass die heutige Phototechnik schon ein ungeahntes Maß an Luxus bietet.

Vor noch nicht allzulanger Zeit gab es sowas wie feinste Belichtungsautomatik, einblendbare Gitterlinien, Live-view etc. noch überhaupt nicht. Einstellbare Filmempfindlichkeit nur durch Filmwechsel. Und wenn man sieht was ambitionierte Photographen mit eine Blechkübel ohne Prismensucher, nur mit Belichtungsmesser und ein wenig Talent ausgerüstet, für geniale Aufnahmen gemacht haben, dann sieht man wie verwöhnt die akutelle Gemeinde der Hobby-, Amateur und Profiphotographen eigentlich ist.

Die Ankündigung der neuen Spitzenmodelle von Nikon (D300, D3) und Canon (40D, 1Ds MKIII) hat wieder eine solche Welle ausgelöst. Wenn man sich die Datenblätter anschaut, dann freut sich das Technikbegeisterte Herz natürlich, denn was die aktuellen Flagschiffe zu bieten haben, ist wohl schon mehr als das was man eigentlich braucht.

Beispiel eines eher sinnfreien Features wäre zum Beispiel das Live-view. Die Möglichkeit das Sucherbild direkt in Echtzeit mit aktuellen Belichtungseinstellungen auf die inzwischen auf 3″ gewachsenen Displays zu projezieren. Eigentlich empfand ich den Sucher der (D)SLR Kameras gegenüber Pocketcams immer als Vorteil und das ständige Kamera über den Kopf halten als schlechte Photoangewohnheit.

Ich finde die ständige Überschwämmung mit immer neuen technischen Innovationen raubt der Photographie die Seele. Natürlich liegt das nicht an der Innovation selbst sondern der Einfältigkeit der Konsumenten, auf die sich ja blöderweise die Marketingstrategien aller kapitalistisch orientierten Firmen stützen.

Und so kommt es das sich Leute über technische Details streiten die sie nie nutzen werden. 10 Bilder/s sind ein nettes Feature für Sportreporter, aber seit auf jeder größeren sportlichen Veranstaltung in jeder Ecke 10-20 Photographen aus allen Rohren feuern und nach einem größeren Event geschätzte 20000 Bilder von größtenteils uninteressanten Motiven existieren, ist gerade dieser Bereich enorm Inflationär. Ich muß allerdings auch dazu sagen dass mich Sportphotos genau wie die Veranstaltungen herzlich wenig interessieren, aber Fakt ist jedenfalls dass mit der aktuellen Technik kaum noch wünsche übrig bleiben dürften und Diskussionen wie “Welche Kamera macht die besten Bilder” somit hinfällig sind. Nur die wenigsten Photographen reizen ihre Geräte wirklich aus und die tun das Gewerblich. Der Hobby- und Amateurphotograph neigt in letzter Zeit sehr dazu das wesentliche aus dem Blick zu verlieren, nämlich das Motiv. Die ständigen Vergleiche von 100% Crops (Bildausschnitte bei voller Bildgröße) sollen von der Überlegenheit von Objektiven zeugen, zeigen aber meistens nur dass es scheinbar keinen mehr interessiert was überhaupt abgelichtet wird, sondern nur noch WIE. Okay, das ist natürlich sehr pauschalisiert, aber bei vielen Diskussionen in einschlägigen Foren und Zeitschriftentests, könnte man das natürlich glauben.

Fazit:

  1. Diese ständigen Lagerkämpfe unter Hobbyknipsern sind keine schöne Geschichte.
  2. Jede neue Kamerageneration bringt neue mehr oder weniger sinnvolle Erneuerungen mit, die absolut nutzbare Bildqualität dürfte aber bald einem Sättigungspunkt nahe kommen. Ein Großteil der gemachten Bilder verschwindet auf der Festplatte, auf 10*17 belichtet im Fotoalbum/Karton oder maximal als A4 Druck an der Wand, oder vielleicht in bekannter Größe in der Tageszeitung.
  3. Menschen sind zu leicht manipulierbar in ihren Kaufgewohnheiten. Kaum kommt eine neue Kamera auf den Markt, schreit ein großer Haufen, die Vorgängermodelle seien damit hoffnungslos veraltet und nicht mehr in der Lage gute Photos zu machen.

Vielleicht betrachte ich die Situation ja zu pessimistisch, aber es ist nicht selten so. Ich jedenfalls werde mein Kamera behalten und damit versuchen neue photographische Grenzen auszuloten. Damit werde ich noch viel zu tun haben.