M’era Luna 2009 – Review

Montag, August 10th, 2009

Update: Da ich selbst keine Photos machen konnte, bzw. mit meiner kleinen Fuji nicht machen wollte, stelle ich hier ein paar Links zu Galerien rein.

Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Dieses Jahr war die Anreise zum M’era Luna besonders stressig da es direkt im Anschluß an einem Urlaub in Dänemark lag. Und der Weg von Vejlby Klit an der nördlichen Nordseeküste bis nach Hildesheim-Drispenstedt war alles andere als kurz. Wie immer später als geplant losgefahren, nämlich etwa um 10 statt wie geplant um 8, waren wir erst gegen 19:00 Uhr endlich auf dem Zeltplatz des Festivalgeländes angekommen. Wie nicht anders zu erwarten war dieser schon wieder brechend voll. Trotzdem fanden wir noch eine passende Parzelle auf der wir unser nagelneues Zelt aufschlagen konnten. Zelt, Luftmatratze und Faltbank waren schnell installiert und unsere Batterien alle. Zum Abschluß des Tages gabs noch ein paar Bier in der rot leuchtenden Abendsonne. Die Nacht war allerdings nur bedingt erholsam, denn eine Begleiterscheinung solcher Festivals sind die unzähligen Partyrotten um einen herum, welche die ganze Nacht Party machen. Man kanns ihnen ja nicht verübeln, aber Schlaf gabs deswegen leider kaum.

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Die Form – Ein Gesamtkunstwerk

Dienstag, Juni 19th, 2007

Leipzig bietet im Johann Sebastian Bach – Jahr ein besonderes Highlight für Sympathisanten morbider Ästhetik. Die französische ElektroFORMation um Frontmann Philippe Fichot gibt sich im Werk II die Ehre und vollführt im Rahmen der Veranstaltungsreihe B.A.C.H. – Alternative Composition On Historical Basics ihre ganz eigene Hommage an den Barockkomponisten.
Auf der Bühne stehen zwei Kerzenstände, ein Stuhl aus der Barockzeit, ein Plattenspieler und Fichots Equipment. Nicht zu vergessen, die große Leinwand in der Mitte. Die Form bittet ausdrücklich, das Rauchen einzustellen.
Das Konzert beginnt. Eine weiß geschminkte Gestalt betritt die Bildfläche, tänzelt mit einer Schallplatte in den Händen und anmutigen Bewegungen in Richtung Stuhl. Unbemerkt schlich zur gleichen Zeit eine andere Gestalt zum musikalischen Equipment, maskiert mit einem garantierten Unikat, und sorgt für ruhige aber fesselnde Klänge. Die Form präsentiert ihre Bach-Interpretationen mutig und extrovertiert, mal zum genießen, mal etwas schneller, aber im gewohnten und geliebten Stil. Dazu kommt die exzellente Stimme Elianes, die neben ihrer Hauptrolle als Sängerin auch beliebtes Objekt des Photographen Philippe Fichot ist. Womit sich der Kreis beginnt zu schließen. Neben dem eindrucksvollen Ausdruckstanz und der Musik entführen die Filme und Photographien auf der Leinwand die Blicke in ungewöhnliche und faszinierende Welten. Es spiegeln sich Themen wie gesellschaftliche Ablehnung, Erotik und der Tod wieder. Für einige vielleicht schockierend und provokant, für die Anwesenden aber eher stilvolle sinnliche Kunst. Das Zusammenspiel der Komponenten Musik, Tanz und Film lässt den Auftritt zu einer multimedialen Performance heranwachsen, die gekennzeichnet ist durch Nacktheit (nur teilweise im eigentlichen Sinne gemeint), Schönheit und dem überall gegenwärtigen Bewusstsein der Schattenseite. Als Zugabe gibt es noch einen Die Form Klassiker und man verlässt das Konzert gern mit einem zufriedenen Gefühl und einem, am Merchandising erworbenen, Photographienband von Fichot.

Nachtrag: Nun sind auch die Photos freigegeben. Trotz schlechter Lichtverhältnisse sind ein paar gute dabei:

Die_Form_-_BACH_04.png

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Komplette Bildergalerie

dieform.net
Die Form @ myspace