Photowettbewerb bei zzipp.de

Montag, Januar 11th, 2010

Manchmal gibt es Aktionen über die man gerne ein paar Zeilen schreibt. Vor allem wenn man selbst schon länger nichts kreatives mehr publiziert hat. Bei mir ist es leider zeitlich momentan ein wenig schwierig “content” zu produzieren, aber die Anfrage von Dennis Spohr ein paar Zeilen über seinen Photowettbewerb zu schreiben, hat mich nach anfänglicher Skepsis doch überzeugt. Da in letzter Zeit einige Ltds den Versuch unternommen haben bei mir kostenlose Werbefläche zu erschmeicheln, bin ich mit dem Löschen von Mails manchmal ein wenig übereifrig. Das aber nur am Rande.

In diesem Fall hat sich der zweite Blick allerdings gelohnt.

Das Thema ist, wie ich finde, zeitlos und läßt unendlich viel kreativen Spielraum. Ob ich es schaffe mich dem Wettbewerb anzuschließen, weiß ich noch nicht, da momentan Bücher mit den markanten Titeln wie “Plastic Deformation and Fracture of Materials” oder “Electrochemical Phase Formation and Growth” meine einzigen Zeitgenossen sind. Nichtsdestotrotz sollten Photobegeisterte mal einen Blick auf diesen Wettbewerb werfen. Nicht nur wegen der Preise sondern auch wegen der Jury, welche von in der deutschen (Hobby-)photographen-Szene nicht ganz unbekannten Gesichtern besetzt ist. Wo viel Feind, dort viel Ehr’.

In diesem Sinne wünsche ich meinen treuen Lesern ein gesundes neues Jahr, auf dass das erst heute erfolgreiche, aber nicht ganz triviale Update der Blogengine nicht nur technisch etwas neues bringt.


Photographieren mit dem Palm Pre

Donnerstag, November 19th, 2009

Wie einige vielleicht wissen bin ich seit kurzem im Smartphonezeitalter mit dem Palm Pre angekommen. Ich muß gestehen, davor habe ich Handykameras gescheut wie der Teufel das Weihwasser. Das hat sich inzwischen geändert. Auch wenn sich die 3MP des Pre gegen die Nikon wie eine Krücke anfühlen, so ist das Ding aber immer zur Hand. Und mit ein bißchen Lightroom & Photoshop läßt sich da auch ein bißchen was rausquetschen. Hier ein paar erste Resultate

Horizonte

Horizonte

Günder und Pi

Günder & Pi

Stahlwerk

Stahlwerk

Good morning

Samstag, November 7th, 2009

Ist ja eigentlich ein Photographie Blog ^^ – deshalb mal wieder ein Photo. Für alle die sich über die Wärme der letzten Herbstsonnenstrahlen freuen, die einen schönen guten Morgen einläuten.

good morning

Herbst im Schloßpark Schwetzingen

Sonntag, Oktober 4th, 2009

Für viele Menschen mit einer tendenziell eher melancholischen Persönlichenkeit ist der Herbst wohl die schönste Jahreszeit. Vor allem wenn es noch so warm ist, dass man ohne Jacke durch einen von Herbstfarben durchzogenen Park wie den des Schwetzinger Schloßes laufen kann. Eine echte Wohltat nach einem Sommer der entweder grau und verregnet oder so heiß war, dass man nur in Lethargie verharren konnte. In jedem Fall ein Paradebeispiel für einen goldenen Herbsttag wie er sein sollte.

Wege im Herbst
Moschee des Schloßparks
Herbstruhe
1/2500 s H2O
Jagdszene
Tempelchen
 

Bilderserie: Mercedes-Benz Museum

Sonntag, Juli 19th, 2009

Ihr erinnert euch sicherlich dunkel daran dass das hier eigentlich eine Photoseite ist. Deshalb solls jetzt mal wieder was zu gucken geben. Die folgenden Bilder habe ich beim gestrigen Besuch des Mercedes-Benz Museum in Stuttgart/Untertürkheim gemacht:

Der Stern I
The Spirit of Racing II
Architektur des MB Museums
The Spirit of Racing I
Der Stern II
Der Stern III
Rohre

Ich gehöre ja nicht zur zentralen Käuferschicht von Mercedes Benz. Auch mein (wirklich gutes) Praktikum im Werk Rastatt hat daran nicht viel geändert. Allerdings muß ich gestehen, subtrahiert man das “Reiche-Rentner-” und “schnöselige-Yuppi-” Klischee, haftet der Marke mit dem Stern schon ein gewisser Esprit an. Das Mercedes-Benz Museum hat das noch einmal unterstrichen. Man mag denken was man will, Gottlieb Daimler und Karl Benz haben das Automobil erfunden. Und das hat die Zivilisationsgeschichte maßgeblich geprägt. Nicht immer positiv, aber das liegt ja nicht an der Erfindung selbst.
Jedenfalls ist es schon eindrucksvoll und hat einen eher wohlwollenden Blick auf den Stern hinterlassen. Zumindest aber einen sehr ästhetischen.

 

Photoausstellung von Robert Häusser zum Mauerbau

Sonntag, Juli 5th, 2009

© Robert Häusser - Berliner Mauer

© Robert Häusser - Berliner Mauer

Heute war ich erstmalig in einer Photoausstellung, die mir ein wenig Magenschmerzen bereitet hat. Nicht wegen ihrer Motive, sondern wegen ihrer Aussage. Es war eine Ausstellung von Photographien von Robert Häusser, einem sehr renomierten und internatial bekannten Photographen welcher den Mauerbau und die Zeit unmittelbar danach photographisch festgehalten hat. Von beiden Seiten. Nun beweist ein Blick in seine Biographie dass das ein für ihn sehr persönliches Thema ist. Zweifelsohne war die Berliner Mauer und die deutsch-deutsche Grenze für viele für die sie eine unmittelbare physische Barriere war, eine Katastrophe und die über 900 Toten im Zusammenhang mit “der Grenze” sollen weder verschwiegen noch vergessen werden. Aber die 34 Photographien der Ausstellungen zeigen AUSSCHLIESSLICH hart gradierte schwarz-weiß Photographien von Betonmauern, Stacheldraht und Häuserruinen. Untermalt wird das ganze mit rhetorisch markanten Onelinern aus der Geschichte des kalten Krieges wie:

Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger dieser Stadt West-Berlin, und deshalb bin ich als freier Mann stolz darauf, sagen zu können: ‘Ich bin ein Berliner’!

(John. F. Kennedy)

Hauptsächlich wurden die Kommentare amerikanischer und bundesdeutscher Politiker genannt, bis auf zwei eher missglückte Aussprüche von Walter Ulbricht und Erich Honecker. Jedenfalls machte das alles schon einen sehr tendentiellen Eindruck. Nun bin ich selbst kein Historiker und wegen meiner DDR Sozialisation natürlich ein wenig vorbelastet was den Blick auf die Deutsche Demokratische Republik angeht. Aber ich habe gelernt mein Gehirn zu benutzen und nicht alles was mir die Medien verkaufen für bare Münze zu nehmen. Was man allerdings nicht von allen Menschen behaupten kann und soweit ich das erkennen kann, wird die Erinnerung an die DDR hauptsächlich zu einem ähnlichen Dämon wie das Dritte Reich geformt. Das findet bei schlecht informierten Menschen natürlich fruchtbaren Boden und solche historisch mager begleiteten Dokumentation tragen ihr übriges dazu bei.

Nun will ich das photographische Schaffen Robert Häussers nicht schmälern und seine Erinnerungen an die einschneidenden Ereignisse keinesfalls klein reden. Aber wenn Erinnerung an 40 Jahre DDR irgendwann nur noch aus Beton, Stacheldraht und Grenztoten besteht, dann ist das eine ebenso infame Geschichtsverklärung wie die “gute alte Zeit”. Ich selbst habe zwar nur 5 Jahre aktiv miterlebt, aber die Erinnerung daran ist alles andere schlecht. Und ich bin mir sicher, da bin ich nicht der Einzige. Egal für welche Meinung man sich letztenendes entscheidet, man sollte alle Seiten kennen. Und das ist zunehmend nicht mehr der Fall. Die Einträge im Gästebuch der Ausstellung belegen das. Vor allem sollte man aus der Vergangenheit lernen. Im Zuge der fortschreitenden Beschneidung von Privatsphäre und wachsenden Bestrebungen von Generalverdächtigungen, machen die inflationäre Benutzung des Freiheitsbegriffes und die Dämonisierung von Stasi und SED zu einer Farce. Auch die gleichzeitige Anbiderung an ein Land welches mit dem einzigen Einsatz von Nuklearwaffen und zahlreichen nutzlosen und illegitimen Kriegen um einiges mehr als 950 Tote produziert hat.

Okay, das driftet jetzt zu sehr in ein Essay über meine allgemeine Unzufriedenheit mit der Geschichtswahrnehmung der Menschheit ab, eigentlich gings ja um die Ausstellung. Sei’s drum, die Wirkung der Bilder ist trotz ihres in diesem Kontext eher zweifelhaften Zweckes unverkennbar. Wer sein Gehirn benutzen kann, wird die Ausstellung im Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim nicht gänzlich unreflektiert betrachten.

Derzeitig sind auf der selben Etage aber noch ein paar andere kleine Photoausstellungen im “Forum internationale Photographie”, welche mich dann doch ein wenig beschwichtigt haben. Bilder aus den Anfängen der Photographie aus Japan und China sowie eine Sammlung Reisereportagenbilder von Größen wie Henri Cartier-Bresson und Thomas Höpker.

Photographieren verboten.

Donnerstag, Februar 5th, 2009

In diesem Artikel möchte ich mich einem, bei Hobbyphotographen sehr ungeliebtem, Thema widmen: Dem Photographieverbot. Ob in Schlössern, Parks, auf Konzerten oder manchmal auch einfach nur auf der Straße. Immer öfter wird man von mehr oder weniger freundlichem Personal oder von Schildern darauf hingewiesen dass man sein Equipment doch besser in der Tasche zu lassen hat. Üblicherweise ist die Wahrscheinlichkeit einem solchen Verbot zum Opfer zu fallen proportional zu zwei Faktoren:

  1. Die Popularität des Ortes oder der Veranstaltung
  2. Die “Profihaftigkeit” des Equipments

Ganz eklatant ist das Problem bei Konzerten. Je größer und bekannter die Band, desto agressiver reagiert die Security insbesondere auf Spiegelreflexkameras. Die Größe spielt eben doch eine Rolle. Während man mit kleinen Silberknippsen oft problemlos durchs Netz schlüpft, wird es mit SLR und Teleobjektiv und ohne Akkreditierung schon schwieriger bis unmöglich.

FotoverbotIch versuche nun schon seit geraumer Zeit eine Akkreditierung fürs Wave-Gotik-Treffen in Leipzig bekommen. Die Begründungen für die Ablehung waren dabei sehr vielfältig. Unter anderem hieß es: “Die Pressegräben sind sowieso schon überfüllt”, “Die Künstler wünschten keine Kameras” und schlußendlich einfach “An Privatpersonen werden keine Akkreditierungen rausgegeben”. Das Argument, die Pressegräben seien voll, ist ja noch plausibel. Aber zu behaupten alle Künstler bei bspw. einem großen Musikfestival seien Kamerascheu, ist einfach nur lächerlich. Immerhin profitiert auch deren Popularität indirekt durch privat veröffentlichte Bilder.
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